Das Projekt
PortConnect steht für technologische Innovation und partnerschaftlich gestalteten Fortschritt. Mit dem Projekt wird das Fundament für ein leistungsfähiges, resilientes und zukunftsorientiertes Personalmanagement im Hamburger Hafen gelegt – intelligent vernetzt, vorausschauend geplant und nachhaltig gestaltet.
Zwischen Taktung, Timing und Telefon
Gemeinsam Zukunft gestalten!
Der Hamburger Hafen zählt zu den wichtigsten Logistikdrehscheiben Europas. Um seine Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, sind innovative Lösungen gefragt, die wirtschaftliche Effizienz, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit miteinander verbinden.
PortConnect ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des IHATEC-II-Programms und wird durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Ziel ist es, die Personalplanung im Hamburger Hafen zukunftsfähig weiterzuentwickeln und transparenter zu gestalten.
In einem interdisziplinären Konsortium aus Hafenpraxis, Wissenschaft und IT entsteht eine zentrale digitale Plattform, die relevante Akteure vernetzt. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Operations Research werden unterschiedliche Datenquellen genutzt, um verlässliche Personalprognosen zu erstellen und daraus nachvollziehbare Einsatzvorschläge abzuleiten. Diese dienen als Entscheidungsunterstützung für die Disposition, wobei die Verantwortung stets beim Menschen bleibt.
Koordiniert wird PortConnect vom Gesamthafenbetrieb (GHB). Projektpartner sind die HHLA, EUROGATE Container Terminal Hamburg, das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) sowie p.l.i. solutions.
PortConnect schafft somit die Grundlage für eine moderne, kooperative und zukunftsorientierte Personalplanung im Hamburger Hafen.
Potenziale des Projektes
PortConnect hat Potenzial für alle Akteure des Hafens
Betriebe
Effizient planen
PortConnect ermöglicht einen vorausschauenden und bedarfsgerechten Personaleinsatz. Auftragsspitzen lassen sich damit frühzeitig erkennen, Umplanungen reduzieren und Abläufe stabiler gestalten. Das schafft Planungssicherheit und steigert die Effizienz.
– Effizienter Personaleinsatz
– Planungssicherheit
Standort
Nachhaltig handeln
Optimierte Prozesse und eine bessere Ressourcennutzung tragen dazu bei, Emissionen im Hafenbetrieb zu senken. Gleichzeitig stärkt PortConnect den Hafen als innovativen und zukunftsorientierten Standort.
– Weniger Emissionen
– Angewandte KI im Hafen Hamburg
Mitarbeitende
Mehr Planungssicherheit
Mehr Transparenz und eine frühzeitigere Einsatzplanung verbessern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Der Arbeitsalltag wird planbarer und digital sinnvoll unterstützt.
– Vereinbarkeit Beruf & Familie
– Zukunftsfähiges Arbeitsumfeld
Reederei
Reibungslos abfertigen
Liegezeiten und Schiffsbetriebsstunden werden durch eine optimierte Einsatzplanung reduziert. Dadurch werden Hafenaufenthalte planbarer und der Warenumschlag effizienter.
– Höhere Servicequalität
– Reduzierte Schiffsliegezeiten
Interviews
Stimmen der Partner zum Projekt PortConnect
Wir entwickeln eine zukunftsfähige Personalplanung für den Hafen
Flexibilität
– Schnelle Reaktion auf kurzfristige Veränderungen
Prognose
– KI prognostiziert den Personalbedarf des Hafens
Digitalisierung
– Der Bestellprozess zwischen Hafeneinzelbetrieben und GHB wird digital
Disposition
– KI liefert Entscheidungsgrundlagen zur Dispositionsplanung
Das Vorhaben besteht aus fünf Arbeitspaketen, dessen Umsetzung in 2,5 Jahren erfolgen wird.
Das Vorhaben besteht aus fünf Arbeitspaketen, dessen Umsetzung startend ab Dezember 2025 in 2,5 Jahren erfolgen wird.
01.
Prognose
KI-basierte Personalprognose entwickelt und pilotiert.
02.
Digitale Bestellung
Bestellungen digital integriert in Hafeneinzelbetrieb- und GHB-Systeme.
03.
KI-Einteilung
Optimierungsmodell getestet und ins System eingebunden.
04.
Schicht-Marktplatz
Digitale Plattform für Schichtmeldung und -tausch.
05.
Daten-Dashboard
Live-Kennzahlen und Prognosen auf einen Blick.
André Kretschmar, Landesfachbereichsleiter ver.di
Im Hafen ist für Beschäftigte ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich, oft auch kurzfristig. Wir erhoffen uns daher mehr Zuverlässigkeit und Planbarkeit, damit sich Berufs- und Privatleben besser vereinbaren lassen.
Dr. Silke Marré, Fachexpertin für Hafentechnologien Principal Consultant @TÜV Rheinland Group
PortConnect ist ein facettenreiches Forschungsprojekt. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Häfen zu stärken und Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern. Im Fokus stehen das Prognosemodell und die Arbeitsplatzeinteilung für künftige Lösungen in der Hafenwirtschaft.
Sie haben Fragen?
Hier finden Sie umfassende Antworten auf die häufigsten Anliegen rund um das Projekt PortConnect. Sollten Sie Ihre Frage nicht finden, zögern Sie nicht, unser Kontaktformular zu nutzen, wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter.
Was ist PortConnect und warum ist das Projekt für den Hafen wichtig?
Bei PortConnect handelt es sich um ein digitales Forschungsprojekt für den Hamburger Hafen. Es hilft dabei, Personalbedarfe besser vorherzusehen und Einsätze vorausschauender zu planen. Grundlage sind verschiedene Datenquellen aus dem Hafen. Das Ziel besteht darin, die zunehmend komplexeren Abläufe transparenter und planbarer zu gestalten – für die Hafeneinzelbetriebe, Disponenten und Mitarbeitende gleichermaßen.
Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz (KI) bei PortConnect?
KI unterstützt bei der Analyse und Auswertung großer Datenmengen, beispielsweise zu Auftragslagen oder Personalverfügbarkeiten. Auf dieser Grundlage werden anschließend Planungsvorschläge erstellt. Wichtig dabei ist: Die KI liefert eine Entscheidungsgrundlage, trifft aber keine eigenen Entscheidungen. Die Disposition übernehmen weiterhin erfahrene Mitarbeitende. Sie bewerten die Vorschläge, bringen ihre Erfahrung ein und treffen die endgültigen Entscheidungen.
Was bringt PortConnect den Hafenarbeitenden?
Ein wesentlich wichtiger Bestandteil des Projektes ist einen sogenannten Schichtmarktplatz bzw. Schichttausch anzubieten. Das bedeutet, dass den Hafenarbeitenden zusätzliche, freiwillige Schichten angeboten werden können und Schichten auch untereinander getauscht werden können.
Wie transparent ist der Einsatz von KI bei PortConnect?
Bei PortConnect ist es wichtig, dass die technische Umsetzung verständlich bleibt. Die eingesetzten Systeme sollen keine „Blackbox“ sein, sondern Planungsvorschläge nachvollziehbar erklären. Grundlage dafür sind bekannte Informationen, sodass Disponenten die Vorschläge einordnen, prüfen und bewusst entscheiden können. Die Technik unterstützt die fachliche Einschätzung, ersetzt diese aber nicht.
Besteht die Gefahr, dass durch PortConnect Arbeitsplätze wegfallen?
Nein, denn PortConnect ist nicht darauf ausgelegt, Arbeitsplätze zu ersetzen. Das Ziel besteht darin, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen – insbesondere dort, wo Planung immer komplexer und zeitkritischer wird. Auch in Zukunft werden Erfahrung, Ortskenntnis und menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar bleiben
Wie verändert PortConnect die Berufsbilder im Hafen?
Wie in vielen anderen Bereichen auch, unterstützt digitale Technik zunehmend die tägliche Arbeit. Routinen können erleichtert werden, während Fachwissen, Erfahrung und Verantwortung weiter an Bedeutung gewinnen. PortConnect begleitet diesen Wandel und stellt sicher, dass digitale Lösungen sinnvoll und nachvollziehbar eingesetzt werden.
Was bedeutet PortConnect konkret für die Arbeit im Hafen?
Eine bessere Planung führt zu mehr Transparenz, faireren Abläufen und besserer Vorhersehbarkeit. Kurzfristige Engpässe sollen früher erkannt werden. Mithilfe von PortConnect sollen Arbeitsprozesse, Technik und Mitarbeitende sinnvoll koordiniert werden, damit der Hafen auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt und gute Arbeitsbedingungen bietet.